3 Mai 2017

Der heimische boden und der Soave Classico

Was ist der Vulkanboden? Es ist schlicht der heimische Boden, der ursprüngliche, der direkt dem glühenden Mantel unter der Erdkruste entspringt.
Aktive Vulkane spuken noch heute sehr viel Lava aus. Aber der vulkanische Boden macht nur 1% der Erdoberfläche aus. In Italien entspricht diese Oberfläche hingegen 4-5% des nationalen Gebietes. Warum so wenig?
Mit der Zeit verändert sich der vulkanische Boden und bietet die Grundlage für lauter andere Bodenarten. Deshalb könnte man die vulkanische Erde als die „Mutter“ der anderen Bodentypen bezeichnen.

 
Und was ist so besonders an der vulkanischen Erde?
Die Mineralien in ihrer ursprünglichen Art, die den Pflanzen bestimmte Komponenten verleihen. Im Fall der Traube beeinflussen sie sehr den Geschmack des Weins, der eine typische mineralische und florale Note erhält.
Die antiken Römer waren sich dessen sehr bewusst und wählten deshalb den Weißwein, der auf Vulkanböden entstand, als beispielhaft für seine Güte.
In Zentral- und Süditalien ist der Vulkanboden sehr präsent, zum Beispiel in den Gegenden um Rom und Napoli, im Norden von Latium, auf Sizilien (im Gebiet vom Ätna und dem der Monti Iblei), auf den kleinen Inseln im Süden und im Vulture-Gebiet in der Basilikata.
Aber im Norden gibt es kaum Vulkanböden außer in dem Gebiet des Soave Classico und in wenigen anderen kleinen Zonen.
Aus diesem Grund pflanzten die antiken Römer, als sie in den Norden Italiens kamen, zuerst Weinreben in der Gegend, die schließlich zum Classico-Gebiet des Soave werden würde.
Wir verfügen also über ein außergewöhnliches und urtümliches Vermächtnis historischer und kultureller Bedeutung, das aber vor allem unnachahmliche Geschmäcker und Düfte mit sich bringt, die dieser Wein in sich bewahrt.

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